Bert

Bert (*1995)

Hey ihr Lieben,

ich bin es, Bert! Ich bin ein circa 1 Meter großer, 25-jähriger Shetlandpony-Wallach. Mein Fell ist schokobraun.

Viele von euch wissen bestimmt schon, wie man einen Braunen von den andern Fellfarben unterscheiden kann. Für die, die es noch nicht wissen: Aufgepasst! Wir Braunen haben, wie der Name schon sagt, braunes Fell, aber auch schwarze Mähne, Schweif, Schopf und Beine.
Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie ihr mich von den vielen braunen Ponys unterscheiden könnt. Ich habe dazu noch ein weißes Maul. Es sieht so aus, als hätte ich mein Maul in Mehl oder Milch getunkt. Deshalb nennt man es auch Milch- oder Mehlmaul. Ganz einfach zu merken, oder?

Ich bekomme leider schnell Husten, wenn ich normales Heu fresse. Keine Sorge, ich bin nicht ansteckend krank, sondern reagiere allergisch auf den feinen Staub im Heu. Das geht auch noch ein paar anderen Ponys und Pferden so. Daher haben wir einen eigenen, abgetrennten Koppelbereich, wo wir mit speziellem Heu gefüttert werden. Dieses Heu wird in einer Trocknungsanlage hergestellt und enthält so gut wie keinen Staub.

Vor ein paar Wochen sind wir von dem Grundstück an der Bahn zu einem neu gestalteten Bereich des Grundstücks „Robert-von-Ostertag-Straße 1“ gezogen. Dort ist es richtig schön. Wir haben tolle Unterstände mit Sand. Das ist eine prima Alternative zu Stroh. Einige von uns reagieren auch empfindlich auf Strohstaub, daher kann bei uns nicht mit Stroh eingestreut werden. Der Sand ist noch richtig frisch und sauber. Hoffentlich bleibt er lange so. Dazu müsst ihr bitte täglich sauber machen.

Viele von euch kennen mich bestimmt aus den Minizirkel- oder K-Gruppen. Ich begleite viele Kinder am Anfang ihrer Reiterei, weil ich eines der sogenannten „Verlassponys“ bin. Beim Reiten bin ich zwar eher langsam, aber das ist nicht unbedingt schlecht. So lernt ihr richtig zu treiben und euch durchzusetzen. Für manche Kinder, die noch etwas ängstlich sind, bin ich mit meiner gemütlichen Art genau der Richtige. Ich liebe es einfach, Euch das Reiten beizubringen.

Wenn ihr mich nach dem Reiten belohnen wollt, könnt ihr mir eine alte matschige Banane mitbringen, die ihr selbst nicht mehr essen wollt. Die könnt ihr mir in Absprache mit eurer Reitlehrerin nach dem Reiten in einem Futtereimer geben. Ich bitte euch, die Banane wirklich nicht aus der Hand an mich zu füttern, weil ich mir sonst angewöhne, euch jedes Mal nach einer Banane abzusuchen und vielleicht sogar deshalb zu zwicken.

Ich hoffe, ich konnte euch wieder etwas beibringen, diesmal leider nicht im Reitunterricht.

Bleibt gesund!
Euer Bert