Gina of Tywyn

Gina of Tywyn (*2004)

Hallo meine Lieben!

Ich bin Gina, eine 17-jährige Stute. Eigentlich heiße ich Gina of Tywyn, aber das ist nicht nur ganz schön lang, sondern auch schwer auszusprechen. Deshalb ist es vollkommen okay, wenn Ihr einfach Gina sagt. Ich gehöre zu der Rasse der Welsh-Ponys; genauer gesagt bin ich ein Welsh-B. Ivy hat euch zu den verschiedenen Welsh-Pony Größen schon einiges erzählt und auch woher sie kommen. Welsh-Ponys haben typischerweise einen trockenen Kopf mit einer breiten Stirn. Trocken bedeutet hier jedoch nicht, dass mein Kopf nie nass ist! Wenn man den Kopf (oder die Beine) eines Pferdes als „trocken“ beschreibt, heißt das, dass man die Knochen und Sehnen der Pferde klar unter der Pferdehaut hervortreten sehen kann. Was soll ich sagen, die Sprache der Reiter*innen kann manchmal ganz schön verwirrend sein. Widmen wir uns deshalb lieber meinem Lieblingsthema: Futter.

Ich bin mir sicher, dass ich mit einigen M- oder G-Reiter*innen unter Euch schon mal zielsicher auf die Futterkammer zugesteuert bin und es Euch einige Kraft gekostet hat, mich wieder von den Futtertrögen wegzubewegen. Deshalb lasst Euch am besten von älteren Reiter*innen helfen, wenn ihr mich von der Koppel holt, denn wenn ich erst einmal die verlockenden Tröge gesichtet habe, gibt es für mich kein Halten mehr! Da bin ich ähnlich wie Strolch – Futter hat für uns Ponys einfach höchste Priorität.

Wenn Ihr mich dann aber an der Futterkammer vorbei manövriert habt, dann wollt Ihr mich in der Regel putzen, um mich für Eure Reitstunde vorzubereiten. Aber Achtung, ich mag es gar nicht gerne an der Brust oder unterm Bauch berührt zu werden! Deshalb kann es manchmal sein, dass ich Euch erst einmal böse anschaue, damit Ihr gut aufpasst und mich nicht an den Stellen berührt, an denen ich sensibel bin. Krault mich deshalb am besten zuerst am Mähnenkamm (das mag ich nämlich!) und dann bin ich mir sicher, dass wir schnell gute Freunde werden können.
Auf dem Reitplatz geht es mit mir dann meistens sportlich weiter. Wie die meisten Welsh-Ponys springe ich sehr gerne und auch ziemlich gut. Oft springe ich sogar etwas höher, als das Hindernis eigentlich ist. Dabei passe ich aber immer gut auf meine Reiter*innen auf und gehe mit ihnen durch dick und dünn, insbesondere wenn wir uns schon ein bisschen besser kennen.

So, nun muss ich mich aber mal wieder um meinen Kugelbauch kümmern und den mit ein bisschen Heu füllen. Dazu habe ich übrigens einen Trick entwickelt – aber pscht, erzählt den bloß nicht weiter! Ich nutze mein Springtalent auch, um in die Heuraufe zu springen und das Heu zu fressen, an das die anderen Pferde nicht mehr herankommen. Ganz schön schlau, oder?
So jetzt aber tschüss, ich sehe aus der Ferne schon wieder einen großen Reiter kommen, der mich bestimmt aus meinem Heuparadies verscheuchen will…

Eure Gina