Mapiya

Mapiya

Mapiya (*2014)

Hallöchen,
ich bin Mapiya, eine 7-jährige Lewitzer Pony-Mix Stute. Ich hatte gerade Anfang Februar Geburtstag.
Übrigens sehe ich zwar von meiner Fellfarbe eher aus wie ein Fuchsschecke, bin aber eigentlich ein Braunschecke.
Wisst ihr auch wieso? Bestimmt kennt ihr schon die verschiedenen Fellfarben, aber kennt ihr auch die unterschiedlichen Scheckenfarben?
Diese werden nach der Farbe benannt, die wir außer dem weißen Deck- oder Kurzhaar (so nennt man unser Fell in der Fachsprache) und dem Langhaar (so heißen Mähne und Schweif) haben.

Es gibt:
Rappschecken: schwarzes Deck- und/oder Langhaar zusätzlich zu weißem Fell und Mähne
Braunschecke: braunes Deckhaar und/oder schwarzes bzw. dunkleres Langhaar zusätzlich zu weißem Fell und Mähne.Da meine Mähne dunkler ist als mein Fell bin ich ein Braunschecke und kein Fuchsschecke.
Fuchsschecke: (rot)braunes Deckhaar und gleichfarbiges oder helleres Langhaar zusätzlich zu weißem Fell und Mähne
Falbschecke: sandfarbenes bis gräuliches Deckhaar und schwarzes Langhaar zusätzlich zu weißem Fell und Mähne
Ich bin als Jährlingsfohlen (also als ich ungefähr ein Jahr alt war) mit meiner besten Freundin und gleichzeitig auch Zieh-Mama Schneewittchen in den Verein gekommen. Eigentlich war nicht geplant, dass auch ich gekauft werde. Als Schneewittchen ausgesucht wurde, habe ich mit meiner verschmusten Art auf mich aufmerksam gemacht und die Herzen im Sturm erobert. Mein Name wurde mir erst im Verein gegeben: Mapiya ist ein indianischer Name und bedeutet „Himmel“, „himmlisch“ oder auch „vom Himmel gefallen“. Da ich zu Beginn noch ein Fohlen war, durfte ich für ein paar Jahre zu den Rentnerponys auf die Weiden nach Frankendorf. Zum Glück gab es dort noch ein weiteres Fohlen, mit dem ich mich schnell angefreundet habe: Qamaira.

Im Alter von 3,5 Jahren kam ich wieder zurück nach Berlin. Ich habe mich in Frankendorf zu sehr gelangweilt und begann dort viel Quatsch zu machen: Ich bin durch sämtliche Zäune gegangen, bin auf Hügel geklettert und habe auf frisch ausgetriebenen Haferfelder gegrast. Gerade das letztere hätte mir leicht zum Verhängnis werden können; ich hätte eine Kolik – so heißen Bauchschmerzen beim Pferd – bekommen können. Für uns Pferde und Ponys sind Bauchschmerzen sehr gefährlich.
Zum einen können wir uns im Notfall – wenn der Magen z.B. zu voll sein sollte – nicht übergeben und zum anderen haben wir einen ca. 30 Meter langen Darm, der sich nicht verheddern darf und immer leicht gefüllt sein sollte. Aber zum Glück ist alles gut gegangen und in Berlin sind die Zäune etwas stabiler, so dass ich leider keine Chance mehr habe auszubrechen.

Da mir aber auch hier manchmal langweilig ist, stehe ich oft vorne am Tor und warte darauf, rausgeholt zu werden. Vielleicht bin ich euch da schon mal aufgefallen.

Ich stehe auf der Stutenkoppel zusammen mit meinen Freundinnen Schneewittchen, Ivy, Yolka und Alina. In der Herde bin ich ziemlich ranghoch. Das habe ich mir bei Schneewittchen abgeguckt.

Noch bin ich in der Ausbildung und gehe deshalb bisher nur in F- und G-Gruppen. Letztens musste ich kurzfristig zwei Mal Mio in seinen Zirkel-Gruppen vertreten, da er verletzt war. Das hat mir auch gut gefallen, war nicht so anstrengend wie in den F- und G-Gruppen. Auch auf die kleineren Gruppen freue ich mich schon sehr. Falls ihr mich später mal reiten solltet, werde ich – wenn ihr es versteht mich zu überzeugen –lauffreudig sein, allerdings habe ich einen recht stark ausgeprägten typischen „Pony-Dickschädel“, bin aber grundsätzlich sehr gutmütig.

Schlechte Laune bekomme ich eigentlich nur, wenn man mich vom Essen wegholt. Aber der Ärger ist dann auch wieder ganz schnell verflogen, wenn Abwechslung geboten wird.

Fressen ist ein gutes Stichwort, ich widme mich mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung…
Tschüssi, eure Mapiya