Strolch stellt sich vor

Hallo ihr Lieben,

aufgrund der außergewöhnlichen Umstände könnt ihr momentan weder meine Pferdekumpels noch mich besuchen. Deswegen habe ich mir überlegt, dass wir uns von nun an regelmäßig bei euch vorstellen. So geraten wir einerseits nicht in Vergessenheit und andererseits lernt ihr möglicherweise auch ein paar von uns kennen, zu denen ihr bisher noch keinen Kontakt hattet.

Ich fange heute an…

Mein Name ist Strolch, ich bin ein 35-jähriger Fuchswallach und stolze 100 cm groß. Außerdem bin ich ein echtes Düppler Urgestein und bereits seit 1988 im Reitverein. Demzufolge bin ich in jungen Jahren in Berlin angekommen. Meinen Namen trage ich zugegebenermaßen nicht zu Unrecht.

Beim Reiten habe ich mich selten aus der Ruhe bringen lassen, aber es gab im Laufe der Jahre ein paar Reiterinnen, die es geschafft haben, dass ich meinen Dickschädel für begrenzte Zeit nicht durchgesetzt habe, so dass ich sogar während der Hengstparaden in Neustadt/Dosse Quadrillen vom Anfang bis zum Ende mitgelaufen bin. Irgendwann hatte ich darauf aber überhaupt keine Lust mehr und habe mich in die Mitte des Paradeplatzes gestellt. Der Reitverein hat 17 Jahre bei der Hengstparade mitgewirkt und ich war jedes Jahr dabei. Die Zeit für andere Pferde war reif, um ins Rampenlicht zu treten, aber mein auffälliges Verhalten hat mich innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsliebling gemacht. Ursprünglich war das zwar nicht mein Plan, aber ich habe diese Aufmerksamkeit dann doch sehr genossen.

Meine immer schon begrenzte Lauffreude hat im Jahr 2014 dafür gesorgt, dass ich in Rente geschickt wurde, obwohl mir gesundheitlich nichts gefehlt hat. Viele von euch kennen mich sicherlich gar nicht mehr als aktives Shetty, aber ich habe vermutlich jede*n von euch mal zur Seite geschubst, zum Beispiel wenn ihr einen Wallach vom Paddock holen wolltet. Das tut mir wirklich leid und es ist überhaupt nicht böse gemeint, aber wenn sich zu meiner Sturheit auch noch der Hunger gesellt, dann denke ich nicht mehr nach, sondern flitze einfach los. Für dieses Problem habe ich aber eine ganz einfache Lösung: Lasst mich einfach laufen, das ist völlig in Ordnung! Falls ich den anderen Pferden zu viel Futter klaue, dann sperrt mich eine diensthabende Person wieder ein. Bitte achtet nur darauf, dass die Türen zur Sattelkammer, Futterkammer und zur Straße immer geschlossen sind, damit ich nichts Falsches fresse und mir auf der Straße nichts passieren kann.

Jetzt wisst ihr ein bisschen mehr über mich! Im nächsten Steckbrief wird euch Schneewittchen erzählen, wie es ihr geht und was sie zu einem besonderen Pony macht.

Seid herzlich gegrüßt, bleibt gesund und hoffentlich sehen wir uns bald wieder!

Euer Strolch

PS: Falls ihr sehen wollt, dass ich manchmal doch sehr schnell sein kann, dann schaut doch mal bei Instagram oder Facebook vorbei.